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Projekte und Best Practices

E-Learning ist mittlerweile ein integraler Baustein hochschulischer Lehre. Insbesondere die zeitliche und räumliche Entzerrung des Lehrens und Lernens bringt eine Reihe von Vorteilen und Chancen sowohl für Studierende als auch Lehrende mit sich. Beispielsweise können Studierende, die in der Krankenversorgung tätig sind, E-Learning-Angebote wie z. B. Screencasts nutzen, um flexibler zu lernen. Unsere Projekte im eLearning office medizin unterstützen diesen Gedanken und erweitern die Möglichkeiten für digitale Lehre an der Fakultät stetig. Welche Lehrformate bereits erfolgreich umgesetzt wurden, erfahren Sie in der Auswahl unserer Best Practices.

Projekte

Das eLearning office medizin entwickelt und begleitet vielfältige Projekte zur digitalen Weiterentwicklung von Studium und Lehre an der Medizinischen Fakultät. Gemeinsam mit Lehrenden und weiteren Partner:innen entstehen technische und didaktische Lösungen, die innovative Lehr- und Prüfungsformate ermöglichen und den Einsatz digitaler Technologien nachhaltig in der Lehre verankern.

Ein Merkmal der Digitalisierung im Gesundheitswesen ist die Abbildung und Unterstützung von Prozessen und Vorgängen durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien. Diese ermöglichen ein vernetztes, sowohl synchrones als auch asynchrones Arbeiten und Kommunizieren und tragen durch den Austausch und die Dokumentation von Daten und Informationen zu einer effizienten Versorgung im Sinne der Patientinnen und Patienten bei. Um Studierende bestmöglich auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorzubereiten, müssen digitale Kompetenzen bereits im Studium vermittelt werden.

Das eLearning office medizin trägt einen Beitrag im Wahlfachbereich des Medizinstudiums:

Mit den Wahlfächern “Medizin digital – Einführung in E-Health und digital unterstützte Versorgungsprozesse“ (aktuell pausiert) und “Informationen, Wissen und KI“ (ab WiSe 2026/27) wird den Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich mit Themen rund um digitale Kompetenzen, Digitalisierung im Gesundheitswesen und KI auseinanderzusetzen. Hierbei werden auch Fachexpert:innen aus Klinik und Wissenschaft einbezogen. Weiterhin besteht im Rahmen des Wahlfachs “3D-Druck in der Medizin” eine Kooperation mit dem Trainingszentrum.

Die Hauptziele eines ePortfolios im Medizinstudium sind die kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der zukünftigen Rolle als Ärztin oder Arzt und die Reflexion des eigenen Lernprozesses im Verlauf des Studiums. Die Digitalisierung des ePortfolios bietet dabei einerseits erweiterte Möglichkeiten der Dokumentation durch die Ablage digitaler Artefakte und Nachweise (PDF-Reflexionsberichte, videobasierte Debriefings, Bilder usw.), die in einem reinen Paper-/Pencil-Format nicht möglich sind. Andererseits kann durch gezielte Freigaben 360 Grad Peer-Feedback eingeholt werden, welches dabei helfen kann, den eigenen Lernprozess zu optimieren. Somit ist das ePortfolio nicht nur ein Reflexionsinstrument, sondern auch ein Tool zur Organisation von Dokumenten, Dateien und Nachweisen. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des ePortfolios.

Das Zentrum für digitales Lehren, Lernen und Prüfen in der P.A.L.M.E. bietet alle wichtigen Voraussetzungen für die Umsetzung zukunftsfähiger Lehrformate. Das eLearning office medizin unterstützt und berät Sie zum didaktisch sinnvollen Einsatz der technischen Möglichkeiten der P.A.L.M.E. in Ihren Lehrveranstaltungen. Auch im Trainings- und Simulationszentrum stehen unsere Expert:innen beim Einsatz von Aufzeichnungstechnik und der Integrierung von Medien in Simulationen beratend bereit. Weitere Informationen zum Gebäude finden Sie hier.

eAssessment

In der P.A.L.M.E. werden zukünftig ca. 500 PC-Arbeitsplätze für digitale Klausuren zur Verfügung stehen. Zusammen mit der Prüfungskoordination arbeiten wir im Studiendekanat der Medizinischen Fakultät daran, innerhalb der Fakultät flächendeckend digitale Klausuren zu implementieren. Dazu wird entsprechende Infrastruktur für die Fakultät aufgebaut sowie die Technik vor Ort betreut. Weiterhin werden in Zusammenarbeit mit dem eKlausuren-Service des MLS die Rahmenbedingungen geschaffen, um digitale Klausuren für die gesamte Universität in Gruppengrößen von bis zu 500 Teilnehmenden einzuführen. Informationen zur Nutzung für die Medizinische Fakultät erhalten Sie über das eLearning office medizin oder die Prüfungskoordination. Weitere Informationen zu digitalen Klausuren für die anderen Fakultäten finden Sie auf der Webseite der HHU.

OSCE und ILIAS Self-Assessments

Um die Kompetenzen und das Wissen der Studierenden zu messen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: mit dem tablet-gestützten OSCE (z. B. im klinisch-praktischen Teil der ärztlichen Zwischenprüfung) besteht die Möglichkeit OSCE-Prüfungen digital unterstützt durchzuführen. Hierbei stellen wir die technische Infrastruktur bereit und beraten beim Einsatz in der Lehre. Der Fokus liegt dabei auf der einfachen Dokumentation und Auswertung von praktischen Fertigkeiten im Checklisten-Format. Um das Wissen der Studierenden oder den Lernerfolg im Laufe einer Lehrveranstaltung zu messen, eignen sich u. a. ILIAS-basierte Self-Assessment-Szenarien. Mit dem „Test“-Objekt im Lernmanagementsystem ILIAS besteht eine komfortable und flexible Lösung bereit, um das Wissen der Studierenden abzufragen. Unser Fokus liegt hierbei auf der Beratung und didaktisch sinnvollen Implementierung in Lehre und Prüfung.

Best Practices

Innovative Lehr-Lern-Szenarien zeigen, wie digitale Technologien die medizinische Ausbildung bereichern können. Die folgenden Beispiele geben Einblicke in Best Practices, die vom eLearning office medizin entwickelt oder unterstützt wurden und veranschaulichen, wie digitale Werkzeuge didaktisch sinnvoll für praxisnahe und interaktive Lernerfahrungen eingesetzt werden.

Im Podcast "Zwischen Hörsaal und OP" des Studiendekanats Medizin stellen wir vom eLearning office medizin gemeinsam mit dem Team für Kommunikation und Marketing Best-Practice-Beispiele für digitale Lehre an der Fakultät vor. Lehrende, die bereits ein E-Learning-Projekt umgesetzt haben, berichten dabei pro Folge über Ihre eigenen Erfahrungen bei der Konzeption und Umsetzung und geben konkrete Tipps für andere Lehrende weiter. Weitere Informationen sowie die einzelnen Folgen finden Sie auf der Webseite zum Podcast über digitale Lehre in der Medizin.

Die Simulationsarena der P.A.L.M.E. ist ein flexibel nutzbarer Raum für realitätsnahe und interaktive Simulationen. Drei raumhohe Projektionsflächen, ein mehrkanaliges Soundsystem sowie die Einbindung von Bildern, Videos, 360°-Material und externen Quellen ermöglichen teilimmersive Szenarien, die gezielt um Video-, Licht- und Toneffekte ergänzt werden können. So entstehen authentische Lernumgebungen, in denen klinische Situationen erfahrungsbasiert trainiert und im Anschluss reflektiert werden können. Die technische Umsetzung ist bewusst niedrigschwellig gestaltet und erlaubt Lehrenden, eigene Projekte unkompliziert in ihre Lehrveranstaltungen zu integrieren.

Anwendungsbeispiel: Instant Ageing

Im Lehrformat “Instant Ageing” erleben Medizinstudierende mithilfe eines Alterssimulationsanzugs und einer immersiven Alltagssimulation die Herausforderungen des Alterns aus der Perspektive älterer Patient:innen. Eine realitätsnah inszenierte Düsseldorfer Verkehrssituation mit visuellen und akustischen Reizen macht altersbedingte Einschränkungen unmittelbar erfahrbar. Die Simulation fördert Empathie, Perspektivwechsel und patient:innenzentriertes Denken und ergänzt den Querschnittsbereich “Medizin des Alterns” um eine erfahrungsbasierte Lernkomponente. Weitere Informationen zu Instant Ageing in der Simulationsarena finden Sie im dazugehörigen Beitrag auf unserer Webseite.

Anwendungsbeispiel: Nacht der Notfallmedizin

Im Wahlfach “Nacht der Notfallmedizin” wird die Simulationsarena erstmals als hochrealistischer Schockraum eingesetzt. Mithilfe speziell angefertigter Bildaufnahmen der Zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums Düsseldorf entsteht eine teilimmersive Lernumgebung, in der Medizinstudierende gemeinsam mit Supervisor:innen und Schauspielpatient:innen einen simulierten Nachtdienst absolvieren. Unterschiedliche Notfallszenarien, strukturierte Debriefings und integrierte Skilltrainings fördern klinische Entscheidungsfindung, Teamarbeit und Kommunikation unter realitätsnahen Bedingungen. Weitere Informationen zur Nacht der Notfallmedizin in der Simulationsarena finden Sie im dazugehörigen Beitrag auf unserer Webseite.

Mit dem Projekt Students at Work (S@W) haben wir von 2017 bis 2021 ein eLearning-Portal mit interaktiven Lernmodulen entwickelt. Auf Grund der positiven Erfahrungen wurde darauf aufbauend gemeinsam mit der Stabstelle Arbeits- und Umweltschutz der HHU (SAUS) die Plattform eLSA – die eLearning Sicherheitsanwendung entwickelt (2022 bis 2024). Mit Ende der Projekte wurde die jeweilige Weiterentwicklung bzw. der Ausbau eingestellt, die Inhalte von S@W werden in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von Students at Work.