Podcast zur digitalen Lehre in der Medizin
Wenn wir über die Lehre der Zukunft sprechen, ist das Stichwort "Digitalisierung" nicht mehr wegzudenken. Aber was bedeutet das konkret für die Lehre in der Medizin? Welchen Stellenwert hat die digitale Lehre an unserer Fakultät? Welche Projekte gibt es bereits und was können wir aus den Ideen und Erfahrungen anderer Lehrender lernen?
Mit unserem Podcast möchten wir Ihnen zeigen, wie vielfältig digitale Lehre in der Medizin aussehen kann und wie wichtig der gegenseitige Austausch für den digitalen Fortschritt der Lehre ist. Dazu stellen wir Ihnen Best-Practice Beispiele aus der Fakultät vor und sprechen mit unseren Lehrenden über Ideen, Ziele und Umsetzung ihrer E-Learning Projekte.
Was macht der Arzneistoff mit dem Körper? Was macht der Körper mit dem Arzneistoff? Und welche Mechanismen liegen diesen Wechselwirkungen zu Grunde? Diesen Fragen widmet sich die Pharmakodynamik und Pharmakokinetik.
Dr. Dr. Sören Twarock bindet diese Fragestellungen in einem komplexen E-Learning Kurs in seine Lehre ein und greift dabei auf verschiedene Medien und Tools zurück.
Shownotes
In unserer ersten Episode sprechen wir mit Dr. Dr. Sören Twarock aus dem Institut für Pharmakologie über die Entstehung seiner Projektidee, die ersten Schritte bei der Umsetzung sowie über seine Tipps und Tricks für andere E-Learning interessierte Lehrende. Außerdem verrät er uns, welche positiven Überraschungen, aber auch welche Hürden das E-Learning-Projekt für seine Lehre mit sich gebracht hat.
Wenn Sie tiefer in das Projekt einsteigen möchten, finden Sie unter folgenden Links weiterführende Informationen:
Dr. Katharina Mücke ist Fachzahnärztin für Kieferorthopädie und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Poliklinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums. Zusammen mit ihrem Team stellt sie Zahnmedizin-Studierenden interaktive Lehrinhalte in der zahnärztlichen Radiologie zur Verfügung. Im Projekt OrthoCampus, das im Programm „OERContent.nrw“ gefördert wird, erstellt sie eine Sammlung von interaktiven und digitalen Lernmodulen zur Vor- und Nachbereitung von Kleingruppenunterricht, Praktika und Behandlungskursen.
Shownotes
Im Podcast-Gespräch verrät sie, wie sie bei der Konzeptentwicklung ihrer digitalen Lehrinhalte vorgegangen ist, welche Rahmenbedingungen zu beachten sind und welchen Rat sie anderen Lehrenden gibt.
Prof. Dr. Dr. Svenja Caspers ist Prodekanin für Lehre und Studienqualität an der Medizinischen Fakultät der HHU Düsseldorf, Direktorin des Instituts für Anatomie I am Universitätsklinikum Düsseldorf und Leiterin der Arbeitsgruppe „Konnektivität“ am Institut für Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich. In ihrem 5G-Anwendungsprojekt setzt sie Mixed Reality in der anatomischen Aus-, Fort- und Weiterbildung ein. Im fakultätsübergreifenden Projekt „KI für alle“ des Heine Center for Artificial Intelligence and Data Science (HeiCAD) trägt sie dazu bei, dass Studierende sich grundlegendes Wissen zum Thema KI aneignen können.
Shownotes
Wie lassen sich neue technische Möglichkeiten wie Augmented Reality sinnvoll in die medizinische Lehre integrieren? Wie können angehende Ärztinnen und Ärzte die Kompetenz erwerben, Techniken wie Künstliche Intelligenz (KI) und aus ihr resultierende Ergebnisse oder Vorhersagen zu bewerten? Auf diese Fragen geht Prof. Dr. Dr. Svenja Caspers in der neuen Folge unseres Podcasts ein.
Wenn Sie tiefer in das Projekt einsteigen möchten, finden Sie unter folgenden Links weiterführende Informationen:
Dr. Manuela Schallenburger vom Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin setzt in mehreren Lehrveranstaltungen umfangreiche digitale Lehrinhalte ein, beispielsweise in den Wahlfächern „Kommunikation in Grenzsituationen“ und „Umgang mit Todeswünschen“.
Shownotes
In der neuen Folge unseres Podcasts erläutert sie, warum E-Learning als Instrument bei sensiblen Themenfeldern viele Vorteile mit sich bringt, persönlicher Austausch allerdings ebenso wichtig ist. Sie geht darauf ein, welche Inhalte sich für die digitale Lehre eignen und wie sie zusammen mit ihrem Team die technische Umsetzung gestartet hat. Ein weiteres digitales Lehrangebot aus ihrem Repertoire ist der Palliativ-Podcast „Palli to hear“, den Manuela Schallenburger moderiert und mit ihrem Team redaktionell betreut. Im Gespräch gibt sie Einblicke in die Entstehung und die Produktion des Audioformats.
Wenn Sie tiefer in das Projekt einsteigen möchten, finden Sie unter folgenden Links weiterführende Informationen:
Das gynäkologische Praktikum digitalisieren: Das war die Prämisse von Dr. Melissa Neubacher, Oberärztin an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Düsseldorf, als sie zu Beginn der Covid-19-Pandemie ihr erstes E-Learning-Projekt entwickelte. In der gynäkologischen Sprechstunde können Studierende online und auf interaktive Weise eine Auswahl an Fallbeispielen aus der Gynäkologie bearbeiten.
Shownotes
In der neuen Folge des Podcasts „Zwischen Hörsaal und OP – Digitale Lehre in der Medizin“ beschreibt Melissa Neubacher die Inhalte und Herausforderungen des Projekts. Darüber hinaus geht sie auf den Geburtssimulator ein, der in Kombination mit E-Learning zukünftig die Themen Schwangerschaft und Geburt im Studien- und Praxisblock „Lebensphasen“ des Studiengangs Humanmedizin erlebbar machen soll. Zudem erklärt sie, warum Gamification die medizinische Lehre bereichert, und was sie anderen Lehrenden rät, die ein E-Learning-Projekt umsetzen möchten.
Wenn Sie tiefer in das Projekt einsteigen möchten, finden Sie unter folgenden Links weiterführende Informationen:
Wie teilen Ärzt:innen ihren Patient:innen situationsangemessen eine schlechte Nachricht mit, z. B. dass diese unter einer chronischen oder womöglich tödlichen Krankheit leiden? Schlechte Nachrichten zu überbringen gehört zu den größten Herausforderungen, die Ärzt:innen im klinischen Alltag bewältigen müssen. Für das Projekt eKommMed.nrw hat die Medizinische Fakultät der HHU Düsseldorf ein eLearning-Modul entwickelt, das sich mit diesem Thema beschäftigt. In der neuen Folge des Podcasts „Zwischen Hörsaal und OP – Digitale Lehre in der Medizin“ geben die Projektbeteiligten Dr. André Karger und Judith Lanfermann Einblicke in Entwicklung und Inhalte des Moduls. Das Projekt eKommMed.nrw wurde durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW im Rahmen der Förderlinie OERContent.nrw gefördert.
Shownotes
Projektbeschreibung eKommMed.nrw
In dem Verbundprojekt stellen Teams aus sieben Medizinischen Fakultäten in NRW klassische Lernmedien sowie E-Learning-Angebote für Lehrende und Studierende zur Kommunikation und Gesprächsführung in medizinischen Behandlungssituationen kostenlos zur Verfügung. Einen multimedialen Schwerpunkt bilden interaktionsfähige Videos, die im Selbststudium sowie in klassischen Lehr-Lernszenarien einsetzbar sind. Das Projektteam der HHU Düsseldorf entwickelt dabei digitale Angebote zum Thema „Überbringen schlechter Nachrichten“, wobei anwendungsbezogen verschiedene Fallbeispiele sowohl chronischer als auch (potenziell) lebensverkürzender Erkrankungen aufgegriffen werden.
Projektteam eKommMed.nrw am Standort Düsseldorf
- Prof. Dr. Ulrich Decking (Geschäftsführer, Studiendekanat Medizin)
- Dr. André Karger (Stellvertretender Leiter des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Leiter des Bereichs Psychoonkologie am Universitätstumorzentrum sowie Ärztlicher Leiter von CoMeD und eKommMed.nrw Düsseldorf)
- Judith Lanfermann (Psychologin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiendekanat Medizin und am Klinischen Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie)
- Stefanie Otten-Marré (Schauspielpatient:innen-Trainerin, Schauspielerin, Studiendekanat Medizin und Institut für Allgemeinmedizin)
Mit Unterstützung von:
- Dr. Elisabeth Scherer (Projektkoordinatorin ORCA.nrw an der HHU Düsseldorf)
- CoMeD-Team (Kommunikation in der medizinischen Ausbildung Düsseldorf)
- eLearning office medizin
- Multimedia-Zentrum (MMZ)
- Inhaltliche Unterstützung am Universitätsklinikum Düsseldorf: Institut für Allgemeinmedizin (ifam) / Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin / Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie / Klinik für Rheumatologie
Glossar:
CoMeD (Communication in Medical Education Düsseldorf) – Longitudinales Kommunikationscurriculum, das die Vermittlung von kommunikativer Kompetenz in der medizinischen Ausbildung in Düsseldorf etabliert.
OER (Open Educational Resources) – OER bezeichnet frei verfügbare Bildungsmaterialien, die unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden und Interessierten damit kostenlos zur Verfügung stehen.
ORCA.nrw (Open Resources Campus NRW) – Landesportal für digital gestütztes Lehren und Lernen von 36 öffentlich-rechtlichen Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen in Nordrhein-Westfalen.
ILIAS – Lernplattform, die der Erstellung und Bereitstellung internetbasierter Lehr- und Lernmaterialien sowie der Unterstützung von Kommunikation und Zusammenarbeit an Hochschulen dient.
Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an das CoMeD-Team unter comed(at)med.uni-duesseldorf.de.
Wenn Sie tiefer in das Projekt einsteigen möchten, finden Sie unter folgenden Links weiterführende Informationen:
Impressum
Konzeption und Redaktion: Team Kommunikation und Marketing & eLearning office medizin, Studiendekanat der Medizinischen Fakultät der HHU
Moderation: Inga Wienand/Clarissa Söhndel und Patrick Bergmann
Produktion und Schnitt: Jochen Ludes
Musik: Christian Herrmann
Cover: Kerstin Rosenkranz/Amanda Prakken
produziert im Tonstudio des Multimediazentrums (MLS), Support: Alexander Dorniak