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132 erfolgreich abgeschlossene Promotionen im Wintersemester
Auszeichnung für beste Dissertation für Arbeit zur Brustkrebs-Forschung verliehen

In festlichem Rahmen fand am 2. Juni die Promotionsfeier der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) statt. Insgesamt 132 stolze Doktorandinnen und Doktoranden schlossen im Wintersemester 2025/2026 ihre Promotion ab. Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Preises für die beste Dissertation, die in diesem Jahr an Dr. Annika Conrads ging. Sie wurde für ihre Forschung zur Metastasierung von Brustkrebs ausgezeichnet.

Gruppenbild im Foyer; Promovierte halten ihre Urkunden. Zoom

Die Medizinische Fakultät zeichnete bei ihrer Promotionsfeier am 2. Juni insgesamt 132 Absolventinnen und Absolventen aus, die während des Wintersemesters 2025/2026 erfolgreich promotiert haben. (HHU / Susanne Kurz)

Im Mittelpunkt von Dr. Annika Conrads Dissertation standen sogenannte zirkulierende Tumorzellen (CTCs), also Krebszellen, die sich vom ursprünglichen Tumor lösen, über die Blutbahn im Körper ausbreiten und als Vorläufer von Metastasen gelten.

Bislang basiert der Goldstandard zur Anreicherung dieser Tumorzellen überwiegend auf EpCAM-abhängigen Verfahren (Epithelial Cell Adhesion Molecule, ein Oberflächenprotein epithelialer Tumorzellen). Dadurch können jedoch Tumorzell-Subpopulationen mit geringer EpCAM-Expression häufig nicht ausreichend erfasst werden, weshalb bislang nur begrenzte Erkenntnisse über deren klinische Relevanz vorliegen.

Dr. Annika Conrads etablierte in ihrer Dissertation erfolgreich ein EpCAM-unabhängiges Verfahren zur Anreicherung und Charakterisierung von CTCs bei Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom. Mithilfe von Antikörpern gegen das Oberflächenprotein Trop-2 und das Zelladhäsionsmolekül CD49f konnten dabei sämtliche EpCAM-Populationen angereichert und untersucht werden. Die Ergebnisse der Arbeit zeigten, dass insbesondere EpCAM-hoch exprimierende Tumorzellen prognostisch von großer Bedeutung sind und mit einem schlechteren Gesamtüberleben sowie progressionsfreien Überleben assoziiert sind.

Darüber hinaus ergab die Charakterisierung der EpCAM-hoch und EpCAM-gering exprimierenden CTCs, dass beide Zellpopulationen vermutlich vom gleichen Tumorklon abstammen. EpCAM-gering exprimierende CTCs könnten daher ein wichtiges Tumorsurrogatmaterial darstellen, insbesondere in Fällen, in denen sich mit bisherigen EpCAM-abhängigen Verfahren keine Tumorzellen nachweisen lassen. Die Forschungsergebnisse leisten damit einen wichtigen Beitrag zur verbesserten Diagnostik und potenziell auch zur zukünftigen Therapie metastasierter Brustkrebserkrankungen.

Die Arbeit entstand an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe unter der wissenschaftlichen Betreuung von Dr. André Franken und Prof. Dr. Hans Neubauer. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft von Freunden und Förderern der HHU gestiftet. Dr. Annika Conrads ist zurzeit Als Assistenzärztin im Bereich Orthopädie und Traumatologie an der Schulthess Klinik Zürich tätig.

Im Zentrum der Feier stand neben der Preisverleihung die feierliche Übergabe der Promotionsurkunden. Die Medizinische Fakultät hat insgesamt 132 Absolventinnen und Absolventen des Wintersemesters 2025/2026 geehrt. Die erfolgreich abgeschlossenen Promotionen verteilen sich auf die Fächer Humanmedizin (113), Zahnmedizin (7), Public Health (5) und auf den internationalen PhD-Abschluss (7). 

Autor/in: Anne Wansing
Kategorie/n: Auszeichnungen, Schlagzeilen, Pressemeldungen, Medizin, Medizinische Fakultät
Drei Personen, in der Mitte die Preisträgerin. Zoom

Der Preis für die Beste Dissertation in der Medizinischen Fakultät ging in diesem Jahr an Dr. Annika Conrads. Es gratulieren ihr Doktorvater, Prof. Dr. Hans Neubauer (links) und der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Nikolaj Klöcker. (HHU / Susanne Kurz)