Nationale Förderungen

Mit den Professuren soll Ärzten mit herausragenden Leistungen sowohl in Patientenversorgung als auch Forschung eine langfristige Perspektive gegeben werden, den Berufsweg des Clinician Scientist weiter zu gehen und je die Hälfte ihrer Arbeitszeit für Forschung mit Lehre und Patientenversorgung einzusetzen. 
Die Finanzierung der Professur ist auf maximal 10 Jahre angelegt. Sie endet vorzeitig bei Berufung auf eine Lebenszeitprofessur an eine andere Universität oder bei negativer Evaluation nach fünf Jahren.

Bewerben können sich Ärzte von Universitätsklinika oder anderen Forschungseinrichtungen mit Patientenversorgung in Deutschland,

  • die in Forschung, Patientenversorgung und Lehre herausragende Leistungen erzielt haben
  • die ein Clinician Scientist-Programm durchlaufen haben oder eine mindestens einjährige Freistellung von klinischen Aufgaben für Forschungszwecke nachweisen können
  • die ein innovatives, überzeugendes und international kompetitives wissenschaftliches Arbeitsprogramm vorlegen
  • die 1980 und später geboren sind. s. Originalausschreibung

Voraussetzung für eine Bewerbung ist von Seiten des aufnehmenden Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät:

  • die vertraglich festgelegte Forschungszeit von 50% der Arbeitszeit für den Forschungsanteil der Professur
  • die Weiterbeschäftigung und Übernahme der Personalkosten für den Patientenversorgungsanteil (50% der Arbeitszeit) in der erfahrungsangemessenen Stufe nach TVÄ mit Zulagen
  • der Professorentitel bevorzugt  als Berufung auf eine W-Professur für die Laufzeit
  • die Bereitstellung der Möglichkeiten in Organisation und Infrastruktur (wie klinische Position, Mitarbeiter, Forschungsflächen, Laborausstattung) für die erfolgreiche Umsetzung einer Clinician Scientist Tätigkeit.

Die Habilitation ist keine Bedingung, eine abgeschlossene Facharztweiterbildung wird erwartet.

Die Ausschreibung erfolgt in zwei Stufen: Bis zum 27. Oktober 2020 können Antragsskizzen per E-Mail an kontakt@ekfs.de eingereicht werden.

Um Erkenntnisse zur Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten zu generieren und Innovationen für die klinische Praxis zu entwickeln, muss die wissenschaftliche Basis in Deutschland in der Infektionsforschung gestärkt werden. Diesem Ziel wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Karriereweg qualifizierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der klinischen und anwendungsorientierten Infektions­forschung gezielt fördern. Dabei steht die Förderung von exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Vordergrund, nicht die strukturelle Verbesserung wissenschaftlicher Einrichtungen.

Gefördert werden Nachwuchsgruppen, die zu infektiologischen Fragestellungen forschen, insbesondere zu antimikrobiellen Resistenzen (AMR). Die Fördermaßnahme ist modular aufgebaut. Die Förderung kann maximal eine Dauer von neun Jahren umfassen (siehe auch Nummer 4 und 5).
Die Fördermaßnahme ist in die nachfolgend aufgeführten Module unterteilt:
Modul 1: Klinische Nachwuchsgruppen in der Infektionsforschung

Modul 2: Nichtklinische Nachwuchsgruppen in der Infektionsforschung

Für beide Module gelten spezifische Bedingungen, s. https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/10747.php

Die Bundesförderung ist zunächst für einen Zeitraum von maximal fünf Jahren vorgesehen und kann danach zweimal für jeweils zwei Jahre verlängert werden.Die Antragstellenden müssen durch Vorarbeiten ausgewiesen sein, die hinsichtlich der zu bearbeitenden Frage­stellung einschlägig sind und durch entsprechende Publikationen belegt sind. Die zur Durchführung des Vorhabens erforderliche Infrastruktur wird an der aufnehmenden Einrichtung vorausgesetzt.
Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF folgenden Projektträger beauftragt:

DLR Projektträger
– Gesundheit –
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn
Telefon: +49 228 3821-1210
Telefax: +49 228 3821-1257
Ansprechpersonen:
Dr. Manuela Rehtanz, Telefon: +49 30 67055-7929, E-Mail
Dr. Jeannette Endres-Becker, Telefon: +49 228 3821-1745, E-Mail
Es wird empfohlen, für weitere Informationen und Erläuterungen sowie zur Beratung mit dem Projektträger Kontakt aufzunehmen. Vordrucke für Förderanträge, Richtlinien, Merkblätter, Hinweise und Nebenbestimmungen können hier abgerufen oder unmittelbar beim oben angegebenen Projektträger angefordert werden.
Die Frist für das zweistufige Antragsverfahren endet am 16. November 2020

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenDekanat der Medizinischen Fakultät der HHU