Workshop "Machtmissbrauch: Prävention, Erkennen und Handeln"
Das Medizinische Dekanat initiiert ein fakultätsweites Zertifikatsprogramm zur Prävention von Machtmissbrauch. Ziel ist es, eine transparente, respektvolle und verantwortungsbewusste Arbeits-und Führungskultur nachhaltig zu stärken.
Hierarchische Strukturen in Klinik, Forschung und Verwaltung bergen strukturelle Abhängigkeitsverhältnisse. Das Programm soll frühzeitig sensibilisieren, Handlungssicherheit fördern und klare institutionelle Standards im Umgang mit Macht und Verantwortung etablieren.
Das Angebot richtet sich an alle Mitarbeitenden der Medizinischen Fakultät sowie des Universitätsklinikums, einschließlich:
- Professorinnen und Professoren
- wissenschaftliche Mitarbeitende und Promovierende
- ärztlicher Dienst
- Führungskräfte
- Mitarbeitende in Technik und Verwaltung
- Stärkung der wertebasierten Arbeits- und Führungskultur
- Erhöhung der Handlungssicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen
- Nachhaltige Sensibilisierung aller Statusgruppen
Im Rahmen des interaktiven eintägigen Workshops werden verschiedene Formen von Machtmissbrauch, insbesondere im wissenschaftlichen Kontext, thematisiert. Die Teilnehmenden lernen, Situationen wie Einschüchterung, Einschränkung von Entwicklungsmöglichkeiten und unangemessene Einflussnahme zu erkennen. Zusätzlich erhalten die Teilnehmenden Handlungsempfehlungen und Verhaltensweisen und Bewältigungsmöglichkeiten werden trainiert und reflektiert. Dazu werden unterschiedliche Einzel-, Paar- oder Gruppenübungen durchgeführt, die es den Teilnehmenden ermöglicht, im Workshop auf Augenhöhe zu agieren und Lernprozesse zu erleichtern.
Ein weiterer Schwerpunkt sind Hilfsangebote, die Betroffenen und Nicht-Betroffenen zur Verfügung stehen. Ansprechpartner:innen innerhalb und außerhalb der Fakultät werden benannt und bereits bestehende Unterstützungsangebote vorgestellt.
Dr. Christine Kuch, Diplompsychologin und promovierte Medizinsoziologin, arbeitet seit 30 Jahren mit Führungskräften in Universität und Gesundheitswesen zusammen. Sie betreut Organisationentwicklungs- und Verbesserungsprojekte, Strategieentwicklung und Teamentwicklung. Sie unterstützt Führungskräfte auf allen Ebenen der Organisation im lösungsorientierten Coaching. Dabei bringt Sie umfangreiche Erfahrungen mit den Herausforderungen, die sich für Führungskräfte in diesen komplexen System ergeben, in die Führungskräfteentwicklung ein: vom Klären und Verfolgen der eigenen Ziele, der Pflege des persönlichen Wellbeing oder der Planung der Karriereentwicklung über die lösungsorientierte Kommunikation in unterschiedlichsten Situationen, wie z.B. Kritik, Delegation, Steuerung, Verhandlung, Führung auf Augenhöhe, bis hin zu Kompetenzen wie Moderation, Projektentwicklung, Networking oder Interaktion mit Stakeholdern.