Tag der Lehre der Medizinischen Fakultäten NRW

Am Freitag, den 13.11.2015, lud die Medizinische Fakultät der HHU Düsseldorf interessierte Studierende und Lehrende aus ganz NRW zum Tag der Lehre der Medizinischen Fakultäten ein. Hier präsentierten sich die sechs Innovationscluster Lehre des Landes. Acht Lehrprojekte konkurrierten um den erstmals zu vergebenden Lehrpreis der Med. Fakultäten NRW. Der mit 5000€ dotierte Preis wurde gleich an zwei herausragende Projekte aus Bonn („Sono4students“) und Witten-Herdecke („PJ-Ausbildungsstation“) vergeben.

Tag der Lehre der Medizinischen Fakultäten NRW 2015

Stefanie Frohn, Justin Ferdinandus ("Sono4Students", Universität Bonn) und Roman Schlager ("PJ-Ausbildungsstation", Universität Witten)

Stefanie Frohn, Justin Ferdinandus ("Sono4Students", Universität Bonn) und Roman Schlager ("PJ-Ausbildungsstation", Universität Witten)

Der Tag der Lehre der Medizinischen Fakultäten NRW wurde 2013 ins Leben gerufen, um ein standortübergreifendes Forum für den Austausch über Innovation in der medizinischen Lehre zu schaffen, gemeinsame Ziele zu definieren, aber auch die Schwerpunktsetzung einzelner Medizinischer Fakultäten voranzutreiben. Nach dem Debüt in Münster vor zwei Jahren lud die Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität am Freitag, den 13.11.2015, zum 2. Tag der Lehre nach Düsseldorf.
Unter der Fragestellung „Wie lassen sich Netzwerke bewerten?“ stellten Lehrende der Medizinischen Fakultäten Essen, Aachen, Köln, Bochum, Bonn und Düsseldorf Ergebnisse aus den Innovationsclustern Lehre NRW im Lernzentrum O.A.S.E. auf dem Campus vor.
Dem Thema „Wissenschaftlichkeit im Medizinstudium“ und seiner Beziehung zur Promotion und einschlägigen Masterstudiengängen widmeten sich Referent/innen aus Köln, Mannheim und Maastricht und präsentierten in Vorträgen in der MNR-Klinik Konzepte und eigene Erfahrungen ihrer Fakultäten.
Höhepunkt des Tags der Lehre war die Verleihung des mit 5000€ dotierten Lehrpreises NRW.
Lehrende und Studierende der unterschiedlichen Medizinischen Fakultäten hatten am Nachmittag acht nominierte „Best-Practice“-Beispiele für innovative Lehrprojekte vorgestellt. Die aus Medizinstudierenden verschiedener Universitäten bestehende Jury überraschte am Abend schließlich mit ihrer Entscheidung: Gleich zwei Lehrprojekte wurden mit dem Lehrpreis NRW 2015 bedacht.

Die Medizinstudierenden der  Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Stefanie Frohn, Florian Recker und Justin Ferdinandus überzeugten die Jury mit ihrer Initiative „Sono4Students“. Das rein studentisch geleitete Sonographie-Projekt bietet Studierenden die Möglichkeit, ihre praktischen Fertigkeiten im Umgang mit Ultraschallgeräten in geschützten Rahmen zu entwickeln Es ergänzt die curriculare Lehre, in der das Üben mit Ultraschall oftmals nur in begrenztem Umfang angeboten werden kann. Dass Studierende ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen „auf Augenhöhe“ schulen, hat sich hierbei als besonders effektiv erwiesen. Die umfassende Qualifikation und die Motivation der studentischen Tutorinnen und Tutoren macht Sono4Students zu einem leuchtenden Beispiel für peer-to-peer-Teaching.

Auch der zweite Best-Practice-Favorit rückt das Engagement der Studierenden gezielt in den Fokus. Die von Herrn Dr. Scheffer vorgestellte „PJ Ausbildungsstation mit klinischem Reflexionstraining“ der Universität Witten/Herdecke wurde vom Integrierten Begleitstudium „Anthroposophische Medizin“ initiiert und bietet Medizinstudierenden im Praktischen Jahr (PJ) eine strukturierte praktische Ausbildung unter ärztlicher Anleitung und Supervision. Gleichzeitig werden die Studierenden aktiv in das Behandlungsteam integriert und zur Mitgestaltung struktureller und organisatorischer Fragen motiviert. Im begleitenden Klinischen Reflexionstraining besprechen die Studierenden persönliche und zwischenmenschliche Herausforderungen im Patientenkontakt und erarbeiten Handlungsoptionen, wodurch Wahrnehmungs-, Urteils- und Handlungskompetenz geschult werden sollen.  Von der Kombination aus praxisnaher, kompetenzorientierter Ausbildung und ganzheitlicher Betrachtung menschlicher Individualität und Interaktion profitieren nicht nur die Studierenden. Es stellt letztlich auch eine gute und umfassende Patientenversorgung sicher – während des PJ und darüber hinaus.

Bei einem feierlichen Empfang in der O.A.S.E. ließen die Preisträger und Gäste einen vielseitigen Tag der Lehre ausklingen.     

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