Neu im 3. Studienjahr: Klinisches Denken und Handeln in Diagnostik und Therapie

Das Düsseldorfer Curriculum Medizin wird kontinuierlich überarbeitet und verbessert. Aktuell belegt dies die Neukonzeption des Blocks „Klinisches Denken und Handeln in Diagnostik und Therapie“ im 3. Studienjahr.

Der Impuls zur Umstrukturierung des Themenblocks „Grundlagen klinischer Diagnostik und Therapie“ (TB9) und des Studienblocks „Diagnostisches Denken und Handeln“ (SB1) ging von der studentischen Evaluation aus: Die gelehrten Inhalte könnten besser verknüpft und Redundanzen vermieden werden. Außerdem empfanden die Studierenden die Trennschärfe zwischen dem Themen- und dem Studienblock als nicht eindeutig.

Eine vom Studiendekanat koordinierte Arbeitsgruppe der beteiligten Fächer hat daraufhin in zahlreichen Sitzungen ein Konzept entwickelt, das den Stoff von TB9 und SB1 sozusagen „verschmelzen“ lässt. So wurde ein integrierter Themen- und Studienblock geschaffen, in dem die Studierenden lernen, auf wissenschaftlich basierte Methoden bei der Diagnostik zurückzugreifen und Befunde kritisch zu hinterfragen. Die Studentinnen und Studenten beschäftigen sich zudem mit ausgewählten Krankheitsbildern und üben, bei individueller Diagnostik und Therapie die Patientenperspektive ebenso wie den Ressourcenbedarf zu berücksichtigen. Dabei werden auch mögliche Unsicherheiten und Fehler bei Diagnostik und Therapie reflektiert.

In dem neuen Block mit dem Namen „Klinisches Denken und Handeln in Diagnostik und Therapie“ durchlaufen die Studentinnen und Studenten fünf zweiwöchige Einheiten, die in aufeinander abgestimmten Veranstaltungen jeweils ein Organ bzw. System in den Fokus nehmen. Dabei liegen die thematischen Schwerpunkte auf

  • „Herz, Kreislauf, Blut und Gefäße“,
  • „Lunge, Respirationstrakt“,
  • „Gastrointestinaltrakt“
  • „Niere und ableitende Harnwege“ sowie
  • „Nervensystem und Psyche“.

Durch diese Struktur werden die Grundlagenfächer noch stärker mit klinischen Fächern, Krankheitsursachen und Mechanismen verknüpft. Außerdem gelingt es, die Seminare mit klinischem Bezug besser in den Blockzusammenhang einzubetten.

Neben den fünf thematischen Teilen von „Klinisches Denken und Handeln in Diagnostik und Therapie“ werden in die ersten 14 Wochen des Semesters vier Praxisblockwochen (ggf. inklusive Patientenpraktikum 3 und Kurs Fertigkeiten und Techniken/Untersuchungskurs) integriert, in denen die Studierenden ihre praktischen Erfahrungen im direkten Kontakt mit Patientinnen und Patienten vertiefen. Nach einer veranstaltungsfreien Eigenstudiumswoche findet in Woche 16 die Abschlussprüfung zum Block statt, die aus zwei Klausuren besteht.

Blockkoordination

Prof. Dr. Colin R. MacKenzie
Tel.: +49 (211) 81-12495
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Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenStudiendekanat der Medizinischen Fakultät der HHU