Acht Kompetenzbereiche

Der Arztberuf im 21. Jahrhundert erfordert ein integratives Zusammenwirken unterschiedlicher Kompetenzen, weshalb im Düsseldorfer Curriculum Medizin eine integrative Vermittlung aller relevanten Kompetenzbereiche erfolgt. „Kompetenzen“ werden dabei als Kombination und Integration von Wissen, Fertigkeiten und Haltungen verstanden und sind das Ergebnis vorab definierter Ziele. Damit richtet sich die Vermittlung nicht mehr „am Lehrstoff“, sondern „am Lernergebnis“ aus.

Acht Kompetenzbereiche des Düsseldorfer Curriculum Medizin

  • Präventive, diagnostische und therapeutische Kompetenz
    ist die Fähigkeit, aktiv für Gesundheitsförderung einzutreten, Entscheidungen zu Prävention, Diagnostik und Therapie nach den Regeln der ärztlichen Kunst zu treffen und dementsprechend zu handeln.
  • Humanbiologische Kompetenz
    ist die Fähigkeit, aufbauend auf den naturwissenschaftlichen Grundlagen, den Menschen in seiner Struktur und Funktion in Gesundheit und Krankheit zu verstehen, Krankheitsprozesse zu analysieren und als Grundlage für Prävention, Diagnostik und Therapie zu nutzen.
  • Wissenschaftliche Kompetenz
    ist die Fähigkeit, Informationen kritisch zu hinterfragen, zu analysieren, Hypothesen aufzustellen und diese mit geeigneten Methoden zu überprüfen.
  • Soziale und ethische Kompetenz
    ist die Fähigkeit, Einstellungen und Werte im ärztlichen Handeln kritisch zu reflektieren und unter Beachtung und Respektierung der soziokulturellen Unterschiede und Autonomieansprüche von Patienten verantwortungsvoll zu leben.
  • Kommunikative Kompetenz
    ist die Fähigkeit, jedem Menschen angemessen zu begegnen.
  • Selbstkompetenz
    ist die Fähigkeit zur Selbstorganisation und Selbstreflexion als Grundlage einer lebenslangen persönlichen Weiterentwicklung.
  • Wirtschaftliche Kompetenz
    ist die Fähigkeit, die zur Verfügung stehenden Ressourcen effizient zu nutzen.
  • Lehrkompetenz
    ist die Fähigkeit, Wissen, Fertigkeiten und Haltungen kontextangemessen zu vermitteln.


Diese Kompetenzen entwickeln und erwerben die Studierenden in vertrauensvoller Interaktion mit ihren Lehrenden, durch eigenverantwortliches Lernen sowie praktische Erfahrung und machen sie zur Basis ihres ärztlichen Handelns. Im Düsseldorfer Curriculum Medizin wird Lehren und Lernen im Sinne einer Lernspirale verstanden. Medizinische Sachverhalte werden im Verlauf des Studiums mehrfach aufgegriffen und unter verschiedenen Gesichtspunkten behandelt. Dies trägt dazu bei, dass die Studierenden den Lernstoff tiefgreifend erfassen und langfristig verinnerlichen.

Die praxisnahe Ausbildung von empathischen Ärztinnen und Ärzten findet durch Patientenkontakte ab dem ersten Fachsemester statt.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenStudiendekanat der Medizinischen Fakultät der HHU