31.05.19 10:52

Weltnichtrauchertag:

Neues Monitoring zu E-Zigaretten und Tabakerhitzern in Deutschland

Von: Saskia Solar

Seit einigen Jahren werden in Deutschland vermehrt Elektronische Zigaretten (E-Zigaretten) und Tabakerhitzer genutzt. Die gesundheitlichen Auswirkungen des Konsums dieser – oftmals sehr unterschiedlich konzentrierten und zusammengesetzten – Produkte sind aufgrund fehlender Langzeiterfahrungen noch nicht abschließend geklärt.

Auf der einen Seite können sie eine weniger schädliche Alternative zum Tabakrauchen bieten, andererseits können sie süchtig machen und so möglicherweise - vor allem junge - Nichtraucherinnen und Nichtraucher zum Nikotin-, vielleicht sogar zum Tabakkonsum verleiten.

Die vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte "Deutsche Befragung zum Rauchverhalten" (DEBRA Studie) wird in den kommenden drei Jahren den Konsum von E-Zigaretten und Tabakerhitzern in der Bevölkerung und deren Zusammenhang mit dem Tabakrauchen im 2-Monats-Rhythmus untersuchen.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler: "Der Markt der neuen Rauch- und E-Produkte ist für viele Verbraucherinnen und Verbraucher kaum zu überblicken. Niemand kennt die Langzeitfolgen der einzelnen Produkte. Harmlos sind sie auf gar keinen Fall. Mir ist wichtig, dass wir die Entwicklungen ganz genau im Blick haben, so dass wir jederzeit nachsteuern können. Das gilt insbesondere für die Verbreitung von Tabakerhitzern und E-Zigaretten unter Jugendlichen. Was wir unbedingt vermeiden sollten, ist, dass Menschen, die bisher gar nicht geraucht haben, mit dem Dampfen beginnen oder am Ende gar auf Tabakprodukte umsteigen. Am besten ist es immer noch, weder zu rauchen, noch zu dampfen!"

Dazu der Studienleiter der DEBRA-Studie, Prof. Dr. Daniel Kotz: "Tabakrauchen ist einer der größten vermeidbare Risikofaktoren für zahlreiche Erkrankungen wie Krebs, Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, und Demenz. An den Folgen solcher Erkrankungen versterben in Deutschland jedes Jahr über 120.000 Menschen. Mithilfe der DEBRA Studie wird es uns gelingen, die Konsumzahlen von E-Zigaretten und Tabakerhitzern regelmäßig zu erheben und Veränderungen frühzeitig zu erkennen."

Die DEBRA Studie wird geleitet von Univ.-Prof. Dr. Daniel Kotz und Dr. Sabrina Kastaun am Institut für Allgemeinmedizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, in Zusammenarbeit mit einem internationalen Expertenteam. Die Studie läuft noch bis 28. Februar 2022, weitere Informationen dazu finden Sie unter: www.debra-study.info.

Informationen zum Thema Tabak und E-Zigaretten finden Sie unter www.drogenbeauftragte.de sowie den Informationsseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.rauchfrei-info.de und www.rauch-frei.info.

Kontakt: undefinedSaskia Solar, +49 (0)30 18441-224, Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, BMG

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