16.11.18 09:41

Mehr als 1,7 Millionen Euro für Forschung und Lehre

GFFU: Jahresversammlung 2018 und Preisverleihung an HHU-Wissenschaftler

Von: GFFU

Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf e.V. (GFFU) und die von ihr verwalteten 25 Stiftungen stellten 2017 für die Förderung von Forschung und Lehre insgesamt mehr als 1,7 Millionen Euro (Vorjahr: ca. 1,8 Millionen Euro) zur Verfügung. Das gab GFFU-Präsident Eduard H. Dörrenberg anlässlich der Jahresveranstaltung der Gesellschaft im Industrie-Club bekannt.

Drei wissenschaftliche Preise wurden auf der Jahresversammlung verliehen: (v.l.) Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck, die Preisträger - PD Dr. med. Lars Schimmöller, Medizinische Fakultät, erhielt den Forschungspreis der Dr.-Günther- und Imme-Wille-Stiftung, Prof. Dr. Achim Landwehr, Philosophische Fakultät, erhielt den „Reinhard-Heynen und Emmi-Heynen-Preis“, Prof. Dr. Mehrdad Payandeh, Juristische Fakultät, erhielt den „Preis der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf“, - Eduard. H. Dörrenberg, GFFU-Präsident.

Das Vereins- und Stiftungsvermögen betrug Ende 2017 ca. 36 Millionen Euro. Es nahm damit im Berichtsjahr um ca. 10 Prozent zu. Dank sehr sorgfältiger Vermögensanlage rechnet Eduard H. Dörrenberg für das laufende Jahr mit einer Nettorendite von knapp drei Prozent. In Zeiten weiterhin ungünstiger Bedingungen am Kapitalmarkt ist das im Vergleich zu anderen Stiftungsfonds eine gute Performance.

Im Jahr 2017 wurde der GFFU eine neue Stiftung zur Verwaltung anvertraut. Diese Stiftung mit einem Kapital von einer Million Euro hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschung von Nieren- und Hochdruckkrankheiten an der Klinik für Nephrologie zu fördern. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 hat sich der Geschäftsführer der GFFU, Edzard Traumann, in den Ruhestand verabschiedet. Als Nachfolgerin konnte Irene Schrader gewonnen werden.

Im September dieses Jahres hat die GFFU zu ihrer ersten Dialogveranstaltung mit dem Thema "Unser Mittelstand auf der Seidenstraße? Erfahrungsaustausch mit Firmenlenkern und Unternehmen" eingeladen. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion diskutierten lebhaft über ihre Erfahrungen nach chinesischer Firmenübernahme bzw. mit der Gründung von Tochterfirmen in China.

Im Oktober wurde zum zweiten Mal das im letzten Jahr ins Leben gerufene Gründerstipendium verliehen. Wegen der hohen Qualität der vier qualitativ nahe beieinander liegenden Bewerberprojekte entschied sich der Vorstand der GFFU, den Preis in Höhe von 50.000 € gleichermaßen auf zwei Teams zu verteilen. Dies sind die Preisträger: PD Dr. Ralf Westenfeld und Elric Zweck vom Team "Valvofon" und Nadja Chylla, Lara Lauc, Pranjal Dhole, Mehmet Karakus und Jonas Winkelmann vom Team "Valuencer". Das "Valvofon" ist ein Gerät zur problemlosen Erkennung von Herzklappenerkrankungen und kann das Stethoskop ersetzen. "Valuencer" ist eine Plattform, auf der der Marktwert und der Einsatz von Influencern berechnet werden kann, den Meinungsmachern und Lobbyisten der Moderne.

Im Rahmen der Jahresveranstaltung wurden traditionsgemäß drei wissenschaftliche Preise verliehen. Den mit 10.000 Euro ausgestatteten "Preis der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf" erhielt Prof. Dr. Mehrdad Payandeh, Juristische Fakultät, für seine Habilitationsschrift zum Thema "Judikative Rechtserzeugung. Theorie, Dogmatik und Methodik der Wirkungen von Präjudizien". Der mit 12.500 Euro dotierte "Reinhard-Heynen und Emmi-Heynen-Preis" ging an Univ.-Prof. Dr. Achim Landwehr, Philosophische Fakultät, für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaften.

Der Forschungspreis der Dr.-Günther- und Imme-Wille-Stiftung, ebenfalls dotiert mit 10.000 Euro, ging an PD Dr. med. Lars Schimmöller, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, für seine Arbeit zum Thema "Validierung der Multiparametrischen Prostata-MRT mittels gezielter MRT-Biopsie".

Die ausgezeichneten kumulierten Forschungsarbeiten der Habilitationsschrift von PD Dr. Lars Schimmöller zeigen, so die Stiftung in ihrer Würdigung, dass eine qualitative multiparametrische Magnetresonanztomographie (mp-MRT) der Prostata sowie MR-gestützte Biopsieverfahren die Detektion, Lokalisation und Klassifikation eines Prostatakarzinoms deutlich verbessern und eine durch die bisherige Standarddiagnostik (DRU, PSA, TRUS-Biopsie) entstandene Überdiagnostik und Übertherapie reduzieren könnten. Die multiparametrische MRT scheine der aktuell beste Prädiktor eines klinisch relevanten Prostatakarzinoms zu sein. Die wissenschaftliche und klinische Bedeutung der Arbeit wird durch die Wille-Stiftung hoch eingeschätzt: "Mit der vorgelegten ausführlichen Habilitationsschrift hat PD Dr. Schimmöller zur äußerst bedeutenden Grundsteinlegung in der Validierung der Prostata-MRT und der MRT-gestützten Biopsie der Prostata in Deutschland und auch international mit hoher wissenschaftlicher Evidenz beigetragen."

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenDekanat der Medizinischen Fakultät der HHU