13.12.2019 10:45

Spende des Vereins Löwenstern e.V.

Für individuelle Krebstherapien als neue Therapiekonzepte in der Kinderonkologie

Von: Redaktion

Das gespendete Forschungsgerät JESS (Abb 1.) zur komplexen Proteinanalytik führt automatisiert Proteinanalysen durch. Es wird in der Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und Klinische Immunologie in die „Drug-Screening Pipeline“ zur Entwicklung von neuen Medikamenten bei Kindern mit schwer behandelbaren Leukämien und Tumoren eingebunden.

Prof. Dr. Arndt Borkhardt (r.) und Dr. Friedhelm Schuster sind dankbar für die Spende, die nun den Einsatz des Analyse-Gerätes "JESS" ermöglicht.

„Es beschleunigt und verbessert die verwendeten Analyseverfahren erheblich“, sagt Oberarzt Dr. Friedhelm Schuster, der den Bereich Pädiatrische Stammzelltherapie. Das Gerät wurde vom Verein Löwenstern e.V. mit rd. 50.000 Euro finanziert. 

Es perfektioniert und vereinfacht die Übertragung der Proteine auf das Trägermaterial (klassischer „Western-Blot“) in Geschwindigkeit, Probendurchsatz und Quantifizierbarkeit. In wenigen Stunden werden direkt quantifizierbare Ergebnisse in Form geliefert, die auch feine Unterschiede in Proben visualisieren und verlässlich darstellen können (Elektropherogramme, Abb. 2). Mit einer Detektionsgrenze von wenigen Pikogramm (1*10-12 gramm) ermöglicht es auch Analyse von kostbaren Proben wie z.B. Patientenmaterial, die mit dem alten Verfahren undenkbar waren.

Das JESS Analysegerät ergänzt die üblicherweise verwendeten Toxizitätsdaten, um wertvolle Ergebnisse der Wirkungsweise des Medikaments in Krebszellen zu erhalten und ermöglicht somit eine verlässlichere Auswertung von potentiellen neuen Medikamenten. Das Gerät stellt somit einen wichtigen Baustein zur Erforschung von Krebserkrankungen und deren möglichen Therapien dar. Durch diese Forschung sollen mehr Kinder von ihrer Krebserkrankung durch gezielte, individuell abgestimmte Therapiemaßnahmen geheilt werden.

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