22.09.17 14:32

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie

Preis für Bluthochdruckforschung an PD Dr. Johannes Stegbauer

Von: Redaktion, SD

22.09.2017 – PD Dr. Johannes Stegbauer, Klinik für Nephrologie, hat den renommierten Preis für Hypertonieforschung 2017 der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) erhalten. Der Preis wurde auf dem Jahreskongress 2017 in Mannheim übergeben.

Auszeichnung erhalten: (v.l.) Laudator Prof. Dr. Lars C. Rump, Preisträger PD Dr. Johannes Stegbauer, Prof. Dr. Prof. Dr. Josef Pfeilschifter, Foto: Aey Congresse GmbH

Prof. Dr. Josef Pfeilschifter, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie und Dekan der Goethe-Universität Frankfurt, überreichte die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen eines Festaktes am 16. September. Laudator war Prof. Dr. Lars C. Rump, Direktor der Klinik für Nephrologie. Die Behandlung und Erforschung der Hypertonie ist ein Schwerpunkt der Klink für Nephrologie, die auch Exzellenzzentrum der Europäischen Gesellschaft für Hypertonie ist.

Dr. Johannes Stegbauer wurde für drei hochrangig veröffentlichte, thematisch zusammenhängende Arbeiten ausgezeichnet: Er konnte neue Wege aufzeigen, wie Angiotensin II, ein Hormon der Niere, durch Interaktion mit Stickoxid (NO) und mit der Prostaglandinsynthese die Nierendurchblutung und die Salzresorption im Tubulussystem der Niere reguliert und dadurch den Blutdruck beeinflusst. Besonders hochrangig hatte er publiziert, dass Angiotensin 1-7, ein Metabolit von Angiotensin II, auch positive kardiovaskuläre Effekte hat. Stegbauer wies nach, dass dieser Metabolit von Angiotensin einen entzündungshemmenden Effekt hat, der der Entstehung von Atherosklerose entgegenwirkt. Dieser Mechanismus könnte zu  einer neuen Therapie der durch Hypertonie induzierten Organschäden an Herz, Niere und Blutgefäßen führen.

 

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