16.02.18 14:00

Nachruf

Ehrensenator Dr. Dr. h.c. Günther Wille verstorben

Von: Redaktion

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf trauert um Dr. Dr. h.c. Günther Wille, Ehrensenator der Universität und Ehrendoktor der Medizinischen Fakultät, der am 11. Februar verstarb. Er war ein großer Freund und Förderer der Wissenschaft. Seine Bereitschaft, die Universität zu unterstützen, war außergewöhnlich.

Ehrensenator Dr. Dr. h.c. Günther Wille verstorben

Ein besonderes Anliegen und eine persönliche Freude war ihm die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Viele Studierende, junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen konnten durch seinen Beitrag ihren Weg gehen. In Anerkennung seiner Verdienste ernannte ihn die Heinrich-Heine-Universität 1999 zu ihrem Ehrensenator, die Medizinische Fakultät verlieh ihm 2008 die selten vergebene Ehrendoktorwürde.

Günther Wille wurde am 18. November 1922 in Oberaden in Westfalen geboren. Nach dem Abitur in Lünen 1940 diente er im 2. Weltkrieg als Frontsoldat im Afrikakorps. 1942 wurde er aufgrund schwerer Verwundungen für das Studium der Medizin freigestellt. Dieses nahm er 1943 in München auf und schloss es 1948 in Münster mit dem Staatsexamen ab. 1949 erfolgte die Promotion zum Dr. med., an die sich ein mehrjähriges Studium der Volkswirtschaft und der Rechtswissenschaften anschloss. Seit dem Jahr 1963 war Dr. Dr. h.c. Günther Wille Direktoriumsmitglied und Generalbevollmächtigter einer Tochterbank des IKB Konzerns in Hamburg. 1988 zog sich Wille aus dem aktiven Berufsleben zurück.

Sowohl seine frühe wissenschaftliche Tätigkeit wie auch sein späterer Berufsweg in der Wirtschaft kennzeichnen Günther Wille als innovativen und tatkräftigen Menschen, der als Ideen- und Impulsgeber in den verschiedensten Bereichen wegweisend wirkte. So entwickelte er im Rahmen seiner Forschungsarbeiten über Schallwellen in der HNO-Heilkunde ein frühes Schall- bzw. Ultraschallgerät, das er patentieren konnte und zur Anwendung brachte.

Dr. Dr. h.c. Günther Wille stellte der Heinrich-Heine-Universität mehrfach beträchtliche Fördermittel für Forschungsprojekte zur Verfügung. Anlässlich seines 75. Geburtstages gründete er die Dr.-Günther-Wille-Stiftung zugunsten der Forschungsförderung und des Hochschulnachwuchses in der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Stiftung erhielt nach dem Tod seiner Ehefrau den Namen „Dr.-Günther-und-Imme-Wille-Stiftung“. Im Jahr 2008 wurde der Stiftungszweck auf die gesamte Heinrich-Heine-Universität ausgedehnt.

Zusätzlich stiftete er einen jährlichen Forschungspreis für die Medizin, der im Jahr 1998 zum ersten Mal vergeben wurde, sowie das Mentoringprogramm A² für die Medizinische Fakultät. Ebenfalls beteiligte er sich an den Deutschland-Stipendien und finanzierte zahlreichen jungen Leuten das Studium.

Mit Dr. Dr. h.c. Günther Wille verliert die Universität einen engen Freund, der viel von dem in seinem langen, erfüllten Leben Erreichten weitergab. In großer Dankbarkeit wird die Heinrich-Heine-Universität das Andenken dieses bedeutenden Förderers der Wissenschaft in Ehren halten.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenDekanat der Medizinischen Fakultät der HHU