11.06.18 09:02

Institut für Stammzellforschung und Regenerative Medizin

Rheinischer Innovationpreis 2018 für Spin-Off-Unternehmen „Uricell“

Von: Susanne Dopheide, Redaktion

Der Rheinische Innovationspreis 2018 wurde von der Düsseldorfer Unternehmerschaft am 7. Juni an das Spin-off Unternehmen „Uricell“ des Instituts für Stammzellforschung und Regenerative Medizin (ISRM) unter der Leitung von Prof. Dr. James Adjaye vergeben.

Gute Laune nach der Preisverleihung: (v.l.) Lucas-Sebastian Spitzhorn, Doktorand der Biologie, Martina Bohndorf, MTA, Dipl. Ing. Wasco Wruck, Bioinformatiker und Prof. Dr. James Adjaye, Leiter von Uricell, Foto: Düsseldorfer Unternehmerschaft

Die Gründung von Uricell basiert auf der Möglichkeit, Stammzellen, die sich zur Reprogrammierung eignen, auch aus menschlichem Urin gewinnen zu können. Aufbauend auf dieser wissenschaftlichen Grundlage entwickelten die Stammzellforscher das Konzept von UriCell, das die benötigten induzierten pluripotenten Stammzellen (ipS) zu therapeutischen oder wissenschaftlichen Zwecken generiert und zu wissenschaftlichen, diagnostischen und therapeutischen Zwecken anbietet.

Die Stammzellquelle Urin hat gegenüber herkömmlichen Quellen wie Hautzellen, Knochenmark, Fruchtwasser und Blut große Vorteile: Sie ist ohne invasive Verfahren erreichbar, die Gewinnung der Zellen ist damit relativ leicht durchzuführen. Die Düsseldorfer Wissenschaftler um Prof. Dr. James Adjaye stellten fest, dass es mindestens fünf verschiedene Zelltypen im Urin gibt. Es gelang ihnen, Stammzellen zu identifizieren, die sich ähnlich verhalten wie die aus Knochenmark gewonnenen mesenchymalen Stammzellen und sie konnten, beschrieben in einer aktuellen Publikation in der renommierten Fachzeitschrift „Stem Cell Research & Therapy" (2018) , Stammzellen im Fruchtwasser nachweisen, das aus dem Urin des Fötus stammt.

Das Uricell-Konzept wurde inzwischen mehrfach ausgezeichnet: 2016 mit dem Publikumspreis des HHU Ideenwettbewerbs, es war ebenfalls 2016 unter den Gewinnern von BioRiver Boost. 2017 erhielt es den zweiten Preis und Publikumspreis im NUK Businessplan Wettbewerb.

 

 

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