Leistungsorientierte Mittelverteilung (LOM)

Ziel der leistungsorientierten Mittelvergabe (LOM) ist es, Leistungsträger zu belohnen und kompetitive Anreize zu schaffen, um Leistungen in Forschung und Lehre zu steigern. In der sogenannten Landes-LOM stehen die sieben Fakultäten in Nordrhein-Westfalen miteinander im Wettbewerb, bei der fakultätsinternen LOM der Medizinischen Fakultät Düsseldorf stehen die einzelnen Institute und Kliniken im Focus.

NRW-LOM / Landes-LOM

Seit 1999 verteilt das Ministerium für Wissenschaft und Forschung in NRW einen Teil der Mittel für Forschung und Lehre (der Zuführungsbetrag) leistungsorientiert zwischen den Medizinischen Fakultäten in NRW. Im Jahr 2011 wurden 20 % dieser Gelder nach folgenden Kriterien verteilt:

  • 5 % werden zunächst als Vorabzug gemäß den Erfolgen im Rahmen der Gleichstellung (Landesgleichstellungsgesetz) vergeben.

Von den verbleibenden Mitteln werden

  • 30 % gemäß der verausgabten Drittmittel,
  • 45 % anhand der Publikationsleistungen und
  • 25 % anhand der Lehrleistung verteilt.

Weitere Informationen zur Landes-LOM finden Sie auf den Internetseiten Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF).
undefinedMIWF Informationen zur LOM

Interne LOM der Medizinischen Fakultät

Bei der fakultätsinternen LOM werden derzeit 20 % der Sachkosten für Forschung und Lehre leistungsorientiert verteilt. Die Kriterien der Verteilung entsprechen den Parametern der Landes-LOM. Wie bei der Landes-LOM werden auch bei der internen LOM von diesen Mitteln 5% abgezogen und gemäß der Frauenförderung im wissenschaftlichen Bereich verteilt. Die restlichen Gelder werden nach folgenden Kriterien vergeben:

  • 30 % gemäß der verausgabten Drittmittel,
  • 45 % anhand der Publikationsleistungen und
  • 25 % anhand der Lehrleistung verteilt.

Gewichtung der Faktoren

Die oben aufgeführten Kriterien werden aber nicht alle gleich, sondern unterschiedlich gewichtet:

  • Drittmittel: in die Berechnung miteinbezogen werden die verausgabte Drittmittel der letzten 3 Jahre. Dabei wird das letztes Jahr 3-fach, das vorvorletztes 2-fach und vorvorletztes 1-fach gewichtetet. Eine weitere Gewichtung der Drittmittel erfolgt anhand der unterschiedlichen Drittmittelgeber:
    • Verausgabte DFG Mittel gehen mit dem Faktor 5 in die Berechnung ein,
    • begutachtete Drittmittel (Ministerien, EU & begutachtete Stiftungen) mit dem Faktor 3,
    • Auftragsforschung und nicht-begutachtete Stiftungen mit dem Faktor 1.
  • Publikationen: alle Publikationen der Medizinischen Fakultät werden in der Online-Datenbank undefinedEvaLuna erfasst. Die hier erfassten Publikationen der letzten 5 Jahre  werden nach dem „feldspezifischen Citation Score“ (FCS) gewichtet. Wird der FCS über die letzten 5 Jahre aufsummiert, wird er als "kumulierter Journal Citation Score" bezeichnet und als pJCS abgekürzt. 
  • Lehrleistung: Basis der LOM-Lehre ist die curricular geplante Lehrleistung in Unterrichtsstunden. Nachvollziehbarer Unterrichtsausfall führt zu Abzügen der erbrachten Lehrleistung; für jede Stunde Unterrichtsausfall werden 10 Stunden von der geplanten Lehrleistung abgezogen. Die Beteiligung an staatlichen Prüfungen (M1, M2) wird als zusätzliche Lehrleistung gewertet, ebenso besonderes Engagement in Feedback-Gesprächen zur Qualitätssicherung in der Lehre. Die studentische Evaluation der Lehre aller Pflicht-Veranstaltungen einer Einrichtung wird als Evaluationsfaktor beschrieben, der in einer Bereich von 0,5 bis 1,5 variieren kann. Die curricular geplante Lehrleistung wird mit diesem Faktor multipliziert.

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