Nationale Förderungen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) schreibt eine fachübergreifende Förderinitiative aus. Gefördert werden Vorhaben, die sich mit der Prävention, Früherkennung, Eindämmung sowie der Erforschung der Ursachen und Auswirkungen von und dem Umgang mit Epidemien und Pandemien am Beispiel von SARS-CoV-2 und anderer humanpathogener Mikroorganismen und Viren beschäftigen.

Dazu zählen beispielsweise die Erforschung

  • der Herausforderungen und Auswirkungen einer Epidemie oder Pandemie sowie der getroffenen Maßnahmen auf die Gesundheitssysteme;
  • psychologischer, gesellschaftlicher und kultureller Faktoren in der Entstehung, Verbreitung und Behandlung von Epidemien und Pandemien sowie rechtliche und ethische Implikationen;
  • der Auswirkungen auf globale und regionale Wirtschaftsentwicklung, Produktions- und Wertschöpfungsketten, Logistik, Verkehr und Kommunikation;
  • biologischer und medizinischer Grundlagen eines Erregers und des jeweiligen Krankheitsbilds sowie therapeutischer Verfahren oder präventiver Maßnahmen in Kombination mit einem oder mehreren der zuvor genannten Themenfelder.

Die Ausschreibung richtet sich vorzugweise an fachübergreifende Forschungsvorhaben. 

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die einen Einzelantrag, Gemeinschaftsantrag oder ein Antragspaket einreichen möchten, werden gebeten, sich frühzeitig zur Beratung mit der DFG-Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen. Die Begutachtung der Anträge erfolgt vergleichend und unter Einbindung einer international besetzten Begutachtungsgruppe nach den üblichen Begutachtungsverfahren der DFG. Zur Planung der Begutachtung sind Absichtserklärungen erforderlich, die das Forschungsvorhaben skizzieren (max. 200 Wörter) und die Namen der Antragstellerinnen und Antragsteller auflisten. Die Absichtserklärungen sind bis 1. Juli 2020 als PDF-Datei an Ausschreibung-Coronavirus(at)dfg.de zu senden. Der Termin für die Einreichung der Anträge ist der 1. September 2020. Die Anträge, Lebensläufe sowie antragsergänzende Unterlagen sind in englischer Sprache zu verfassen und über das elan-Portal unter „Ausschreibung-Coronavirus" einzureichen. Detaillierte Informationen zur Antragstellung können dem „Leitfaden für die Antragstellung – Projektanträge" (DFG-Vordruck 54.01) entnommen werden.

Es soll eine begrenzte Anzahl interdisziplinärer Verbundprojekte gefördert werden, in denen sich Arbeitsgruppen aus universitären, außeruniversitären und ggf. industriellen Forschungseinrichtungen zusammenschließen. Die Forschungsprojekte eines Verbundes müssen einen gemeinsamen inhaltlichen Fokus aufweisen. 

Gefördert werden können beispielsweise Forschungsansätze der Gesundheitsforschung zu folgenden Themen im Zusammenhang mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten:

  • biomedizinische Ursachenforschung zu den zugrunde liegenden Pathomechanismen, z. B. genetische Dispositionen, epigenetische Faktoren, immunologische Mechanismen, gestörte Darmbarriere, ein verändertes Mikrobiom oder der Einfluss von Lebensmittelverarbeitung sowie zu den Mechanismen der natürlichen Toleranzentwicklung;
  • Erforschung neuer diagnostischer Marker und Methoden für das frühzeitige Erkennen von Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie deren Abgrenzung zu anderen Erkrankungen;
  • Wirkung von psychologischen Faktoren wie die Wahrnehmung oder Einstellung und Erwartungshaltung gegenüber bestimmten Lebensmitteln, z. B. Nocebo- bzw. Placebo-Effekte sowie Diskrepanz zwischen diagnostisch gesicherter Nahrungsmittelunverträglichkeit und Selbsteinschätzung;
  • Entwicklung und Validierung neuartiger und nachhaltig wirksamer Therapiekonzepte einschließlich klinischer Studien der Phasen I und II.

Die Gender-Medizin ist eine fachübergreifende Forschungsrichtung, die mittels geschlechtsdifferenzierender Prävention, Diagnostik und Therapie eine effektivere und bedarfsgerechtere Gesundheitsversorgung von Frauen und Männern anstrebt. Sind geschlechtsspezifische Aspekte für das Forschungsgebiet relevant, müssen sie in der Forschungsstrategie und dem Forschungsvorhaben berücksichtigt werden. Es ist ausführlich zu begründen, wenn geschlechtsspezifische Aspekte nicht einbezogen werden sollen.

Damit gewährleistet wird, dass die Bedarfslage der Patientinnen und Patienten angemessen berücksichtigt wird, sind sie oder ihre Vertretungen bei allen Projekten in geeigneter Weise zu beteiligen. Die Partizipation der Zielgruppen kann in verschiedenen Abstufungen und in unterschiedlicher Intensität erfolgen. 

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger (PT) beauftragt:
DLR Projektträger
– Gesundheit –
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn
Telefon: 02 28/38 21-12 10, Telefax: 02 28/38 21-12 57, www.gesundheitsforschung-bmbf.de

Ansprechpersonen sind:
Frau Dr. Ann Siehoff
Telefon: 02 28/38 21-16 01
Frau Dr. Kristina Foterek
Telefon: 02 28/38 21-11 61

Es wird empfohlen, zur Beratung mit dem Projektträger Kontakt aufzunehmen. Weitere Informationen und Erläuterungen sind dort erhältlich. In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger bis spätestens 17. März 2020 zunächst Projektskizzen in schriftlicher und/oder elektronischer Form vorzulegen. Bei Verbundprojekten sind die Projektskizzen in Abstimmung mit der/dem vorgesehenen Verbundkoordinatorin/Verbundkoordinator vorzulegen. Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist, Projektskizzen, die nach dem oben angegebenen Zeitpunkt eingehen, können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

 

Mit der dritten transnationalen Förderbekanntmachung (nicht durch die EU kofinanziert) sollen Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert werden, die enge Verbindungen schaffen zwischen biomedizinischer Grundlagenforschung, klinischer Forschung, Physik und Medizintechnik, Bioinformatik und Biostatistik, Epidemiologie und sozio-ökonomischer Forschung. Zudem sollen die Integration von Personalisierter Medizin (PM) in die klinische Praxis sowie ethische, rechtliche und soziale Implikationen in den teilnehmenden Ländern und darüber hinaus erforscht werden.

Dafür ist ein weites Spektrum multidisziplinärer Aktivitäten und verschiedener Akteure aus verschiedenen Bereichen erforderlich: Wissenschaft (z. B. Universitäten und Forschungseinrichtungen), Kliniken (z. B. klinische Labore, medizinisches Fachpersonal), Industrie (z. B. pharmazeutische Industrie, Biotechnologie, Informationstechnologie einschließlich Gesundheits-Informationstechnologie), Entscheidungsträger, regulatorische bzw. Health-Technology-Assessment -Behörden und Patientinnen und Patienten bzw. Patientenorganisationen. Das übergreifende Ziel ist es, die Behandlung und das Management von Krankheiten auf der Grundlage einer besseren und effizienteren Stratifizierung, verbesserter Diagnostik sowie maßgeschneiderter Behandlungsprotokolle und Präventionsstrategien zu verbessern. Geförderte Projekte sollten bereits in frühen Phasen der Entwicklung regulatorische Behörden sowie gegebenenfalls andere wichtige Akteure entlang der Wertschöpfungskette einbeziehen, um die Translation von der ersten Entdeckung bis hin zur Marktreife zu erleichtern.

Es sollen Projekte gefördert werden, die die Anwendbarkeit der erzielten Ergebnisse in der klinischen Praxis belegen. Die klinische Relevanz der entwickelten PM-Ansätze muss überzeugend dargelegt werden. Zudem wird erwartet, dass die Projekte entweder Forschung zu ethischen, rechtlichen und sozio-ökonomischen Implikationen bzw. Gesundheitsökonomie und Regulation beinhalten und/oder Forschung zur Optimierung von Gesundheitssystemen. Sie können auch Ansätze zur Stärkung der Kompetenzen von Patientinnen und Patienten und Bürgerinnen und Bürgern sowie zu Trainingsstrategien von verschiedenen Akteuren in der PM enthalten.

Förderfähig durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen dieser Förderrichtlinie sind nur die Module 1A, 2A, 2B und 3B.

Forschungsfeld 1: Translation von der Grundlagenforschung in die klinische Forschung und darüber hinaus:
Modul 1A: Präklinische Forschung;
Modul 1B: Klinische Forschung.

Forschungsfeld 2: Integration von Big Data und Informations- und Kommunikations-Technologie (IKT)-Lösungen:
Modul 2A: Daten und IKT – Technologische Voraussetzungen;
Modul 2B: Daten und IKT – Hin zu einer Anwendung in der Gesundheitsversorgung.

Forschungsfeld 3: Forschung für eine verantwortungsvolle Implementierung in der Gesundheitsversorgung:
Modul 3A: Optimierung von Gesundheitssystemen;
Modul 3B: Ethische, rechtliche und soziale Aspekte;
Modul 3C: Stärkung der Mitwirkungsfähigkeit von Bürgerinnen und Bürgern;
Modul 3D: Schulungsstrategien.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger beauftragt:
DLR Projektträger
– Bereich Gesundheit –
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn
Telefon: 02 28/38 21-12 10, Telefax: 02 28/38 21-12 57,  www.gesundheitsforschung-bmbf.de

Ansprechperson(en) für deutsche Antragstellende sind:
Frau Dr. Katja Kuhlmann
Telefon: 02 28/38 21 22 11
Frau Dr. Alexandra Becker
Telefon: 02 28/38 21 22 11

Es wird empfohlen, zur Beratung mit dem Projektträger Kontakt aufzunehmen. Weitere Informationen und Erläuterungen sind dort erhältlich. In der ersten Verfahrensstufe sind dem ERA PerMed Joint Call Secretariat, das beim DLR Projektträger angesiedelt ist, bis spätestens 5. März 2020, 17.00 Uhr MEZ zunächst Projektskizzen in schriftlicher und/oder elektronischer Form vorzulegen. Für Verbundprojekte ist die Projektskizze von dem vorgesehenen Verbundkoordinator vorzulegen. Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist, Projektskizzen, die nach dem oben angegebenen Zeitpunkt eingehen, können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden. Die Projektskizze ist anhand des dafür vorgesehenen Musters zu erstellen. Muster sind auf der ERA PerMed-Internetseite erhältlich (www.erapermed.eu). Projektskizzen, die den dort niedergelegten Anforderungen nicht genügen, können ohne weitere Prüfung abgelehnt werden.

 

Postgraduierten-Studiengang Master of Medical Education soll insbesondere DozentInnen und Führungspersonen aus der Hochschulmedizin, die für die Planung und für die organisatorische Durchführung des Medizinstudiums verantwortlich sind, die Möglichkeit geben, sich aus der Praxis heraus mit modernen Ausbildungstheorien und Lehrmethoden auseinander zu setzen und ihrerseits in ihren Fakultäten als Multiplikatoren neuer Wege in der medizinischen Ausbildung, insbesondere auch didaktischer Techniken, kompetent aktiv zu werden.
Folgende Ziele werden verfolgt:

  • Professionalisierung der Medizinischen Ausbildung
  • Erhöhung der Qualität der Lehre
  • Qualifizierung von Ausbildungstrainern (´train the trainer`) und Multiplikatoren sowie Führungspersonen insbesondere aus der Hochschulmedizin
  • Förderung des bundesweiten und internationalen wissenschaftlichen Austausches
  • Verbesserung der Ausbildungsforschung
  • Der MME will Multiplikatoren insbesondere an den medizinischen Fakultäten in Deutschland erreichen ("Train the trainer-Konzept").

Die nötigen Bewerbungsunterlagen können hier abgerufen werden. Die Nominierung geeigneter Bewerber/innen für den im WS 2020/2021 beginnenden Jahrgang ist bis zum 15.03.2020 (Ausschlussfrist) an das MME-Sekretariat in Heidelberg zu richten:
MME-Sekretariat, Studiendekanat
Medizinische Fakultät
Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 346
69120 Heidelberg
z.Hd. Frau L. Ásgeirsson
Tel.: +49 - (0)6221 - 56-4592, Fax: +49 - (0)6221 - 56-4365, e-Mail: oder Sekretariat
 

Neben einer Verbesserung der Prävention und Früherkennung ist insbesondere ein systematischer Ausbau der patientenorientierten Erforschung der personalisierten Krebsmedizin notwendig, damit Krebserkrankungen gezielt geheilt werden können. Um vielversprechende Entwicklungen in der Krebsforschung zu stärken und Patienten einen verbesserten Zugang zu innovativen Forschungsergebnissen zu geben, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit weiteren Partnern die Nationale Dekade gegen Krebs initiiert. Eine tragende Säule der BMBF-Förderung in der Dekade ist der Ausbau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) von aktuell zwei Standorten in Heidelberg und Dresden auf weitere Standorte. Das NCT verfolgt das Ziel, durch Zusammenarbeit von Ärzten und Wissenschaftlern Krebspatienten im Rahmen von innovativen translationalen und klinischen Studien eine maßgeschneiderte Diagnostik und Therapie auf dem neuesten Stand der Forschung anzubieten. Die Erweiterung des NCT verfolgt vor allem drei Ziele: translationale Spitzenforschung zu stärken, Patienten in Deutschland einen besseren Zugang zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Innovationen der personalisierten Onkologie zu geben; bestehende nationale Potenziale der translationalen und klinischen Krebsforschung zum Aufbau starker Innovations-Pipelines zusammenzufügen. Die im wettbewerblichen Verfahren ausgewählten bis zu vier potenziellen NCT-Standorte erhalten im Rahmen dieser Richtlinie die Förderung einer bis zu einjährigen Konzeptentwicklungsphase, welche der Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie („strategisches Gesamtkonzept“) für den Aufbau und die Umsetzung des erweiterten NCT dient. Am Ende der Konzeptentwicklungsphase legen die bis zu vier neu ausgewählten NCT-Standorte gemeinsam mit den zwei bestehenden und dem DKFZ ein strategisches Gesamtkonzept für ein auf ganz Deutschland ausstrahlendes NCT vor. Eine erfolgreiche Begutachtung des Gesamtkonzeptes sowie der Beiträge der einzelnen Standorte ist Voraussetzung für eine sich an die Konzeptphase anschließende Finanzierung des erweiterten NCT.
Die Antragstellenden müssen durch einschlägige Vorarbeiten in Forschung und Entwicklung sowie Krankenversorgung zu Themen ausgewiesen sein, die für das Gesamtkonzept des erweiterten NCT relevant sind. Insbesondere müssen die Antragstellenden nachweisbare Exzellenz in der multidisziplinären onkologischen Forschung und Versorgung haben. Qualitätsmaßstab hierfür sind eine erfolgreiche Förderung als „Onkologisches Spitzenzentrum“ durch die Deutsche Krebshilfe oder als Standort des „Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung“ (DKTK), bzw. gleichwertige internationale Begutachtung.
Ein sich bewerbender Standort des erweiterten NCT kann aus einer einzelnen Einrichtung oder mehreren regional benachbarten Einrichtungen bestehen. Zentrales Element eines Standorts sind etablierte Strukturen zur engen Zusammenarbeit von Forschung, Lehre und Patientenversorgung. In begründeten Fällen können auch weiter entfernte Einrichtungen Teil eines Standorts sein, wenn sie für das Profil des Standorts wichtige wissenschaftliche oder infrastrukturelle Aspekte einbringen. Ein kandidierender Standort, der bereits in räumlicher Nähe zu einem bestehenden NCT-Standort ist, muss insbesondere den Mehrwert für eine weitere Patienteneinbindung in klinische Studien dar­legen.
Mit der Abwicklung des zweistufigen Antragsverfahrens hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger (PT) beauftragt:
DLR Projektträger, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
– Gesundheit –
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn
Telefon: 02 28/38 21-12 10, Telefax: 02 28/38 21-12 57, www.gesundheitsforschung-bmbf.de
Ansprechpersonen sind Dr. Axel Aretz (-11 51) und Dr. habil. Hubert Misslisch (-12 71). Es wird empfohlen, zur Beratung mit dem Projektträger Kontakt aufzunehmen. Mit Blick auf das internationale Begutachtungsverfahren wird die Einreichung der Bewerbungen in englischer Sprache empfohlen. In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger bis spätestens 27. Februar 2020, zunächst in elektronischer Form Projektskizzen mit Bewerbungen für die Teilnahme an der Konzeptentwicklungsphase als potenzieller Standorte eines erweiterten NCT vorzulegen.Die Einreichung erfolgt elektronisch über das Internet-Portal „pt-outline“.

 

Mit der Förderrichtlinie unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) neue medizintechnische Lösungen, um psychische und neurologische Erkrankungen besser zu erkennen und zu behandeln. Die mögliche Förderdauer beträgt bis zu drei Jahre.
Im Rahmen der Vorhaben sind Dienstleistungen im Unterauftrag förderfähig, die durch eine so genannte Industrie-in-Klinik-Plattform oder vergleichbare Dienstleister angeboten werden und vorwettbewerblich dazu dienen, die medizintechnische Innovation schneller, zielgenauer und anwendungs- sowie versorgungsorientierter zu entwickeln. Zur Erstellung von Projektskizzen und förmlichen Förderanträgen für das zweistufige Antragsverfahren ist das elektronische Antragssystem „easy-Online“ zu nutzen.
In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger bis spätestens 31. Januar 2020 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form über das elektronische Antragssystem „easy-Online“ (https://foerderportal.bund.de/easyonline) vorzulegen. In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen. Vordrucke für Skizzen und Förderanträge, Richtlinien, Merkblätter, Hinweise und Nebenbestimmungen können beim oben angegebenen Projektträger angefordert werden. Es ist vorgesehen, diese Informationen unter https://foerderportal.bund.de/easyonline zugänglich zu machen. Zu dieser Förderrichtlinie werden durch den Projektträger Informationsveranstaltungen angeboten. Aktuelle Informationen dazu werden auf der Internetseite des beauftragten Projektträgers unter https://www.projekt-portal-vditz.de/ im Bereich „Bekanntmachungen“ hinterlegt.
Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger (PT) beauftragt:
VDI Technologiezentrum GmbH
Bertolt-Brecht-Platz 3
10117 Berlin
Telefon: 0 30/2 75 95 06-41
Telefax: 0 30/2 75 95 06-59
E-Mail: pt_gesundheitswirtschaft(at)vdi.de
Ansprechpartner sind: Sebastian Gugel und Dr. Rolf Zehbe

 

Die Knappheit von Spenderorganen ist ein gesellschaftliches Problem, das durch einen hohen Leidensdruck der Patientinnen und Patienten gekennzeichnet ist, die auf ein passendes Spenderorgan warten. Die Vision, Ersatzorgane aus patienteneigenem Material im Labor zu züchten, könnte einen wirkungsvollen Beitrag zur Lösung des Problems liefern. Im Erfolgsfall würde der Organersatz aus dem Labor eine echte Sprunginnovation für den medizinischen Fortschritt bedeuten. Daher wurde dieser Ansatz als ein Pilotwettbewerb für die Förderung von Sprunginnovationen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgewählt.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beabsichtigt mit seiner Förderung, bestehende Limitierungen bei der Kultivierung von Organoiden zu überwinden und die Realisierung der Vision im Labor gezüchteter Ersatzorgane zu forcieren. Der dringlichste Bedarf an Spenderorganen in Deutschland besteht laut Eurotransplant 2017 bei Niere, Leber, Herz, Lunge und Bauchspeicheldrüse. Deshalb konzentriert sich Wettbewerb zunächst auf diese fünf Organe.
Während der nicht geförderten Wettbewerbsphase müssen die Bewerberinnen und Bewerber mehrere Stufen durchlaufen. Am Ende erhalten die drei Gewinnerteams die Möglichkeit, einen Förderantrag für ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu stellen, um ihre Methoden der Kultivierung von Organoiden in Richtung Organersatz voranzutreiben. Der erste Platz kann eine Fördersumme von bis zu 3 Millionen Euro beantragen, der zweite bis zu 2 Millionen Euro und der dritte Platz bis zu 1 Million Euro. Nur die drei Gewinnerteams des Wettbewerbs qualifizieren sich für eine Förderung.
Zur Förderrichtlinie

Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich mit den Ansprechpartnern:
Dr. Michael Stöcker, Tel.: 02461 61-3326
Dr. Rudi Loesel, Tel.: 02461 61-96451
 

Open Access, also der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen im Internet, bietet ein hohes Verbreitungs- und Verwertungspotenzial wissenschaftlicher Publikationen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stärkt daher mit seiner Open Access-Strategie die Entwicklung einer umfassenden Open Access-Kultur in Wissenschaft und Forschung. Wichtiges Umsetzungselement war die Einführung einer Open Access-Klausel in die Projektförderung des BMBF. Wissenschaftliche Beiträge (Zeitschriftenpublikationen) aus vom BMBF geförderten Projekten sollen so publiziert werden, dass sie entweder sofort mit Erscheinen oder nach Ablauf einer Frist von höchstens zwölf Monaten frei über das Internet zugänglich sind. Hierfür können zusätzliche Ausgaben für die Publikation anfallen. Aus dem Post-Grant-Fund fördert das BMBF Open Access-Publikationsausgaben für Veröffent­lichungen, die aus abgeschlossenen BMBF-geförderten Projekten hervorgegangen sind. Bis zu einer Höhe von 2.000 Euro (netto) je Publikation erfolgt eine volle Förderung der Veröffentlichungsausgaben (Projektförderung Festbetragsfinanzierung). Betragen die Veröffentlichungsausgaben mehr als 2.000 Euro (netto), werden zusätzlich 20 % des Mehrbetrags gefördert. Die maximale Fördersumme pro Publikation beläuft sich auf 2.400 Euro (netto).

Ansprechpartner beim für die Umsetzung der Förderrichtlinie zuständigen Projektträger ist: 
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
z. Hd. Frau Sarah Andrejewski
Geschäftsbereich Gesellschaft und Innovation
Steinplatz 1
10623 Berlin
Telefon: +49 (0) 30/31 00 78-55 85
Die Antragstellung erfolgt mittels dem unter https://www.bildung-forschung.digital/files/PostGrantFund.pdf zur Verfügung stehenden Formular und der Einreichung eines Publikationsangebotes.
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.bildung-forschung.digital/de/finanzierung-von-open-access-publikationen-2008.html.
Bitte beachten Sie die Ergänzenden Hinweise unter https://www.bildung-forschung.digital/files/171115_PGF%20erg%c3%a4nzende%20Hinweise.pdf zum Antragsverfahren.
Das Antragsformular ist ausgefüllt mit rechtsverbindlicher Unterschrift und Stempel elektronisch und postalisch beim Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH einzureichen.  Anträge können fortlaufend gestellt werden.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenDekanat der Medizinischen Fakultät der HHU