03.06.19 15:31

Sieben Bundespreisträger ausgezeichnet

Bundeskanzlerin ehrt soziale Initiativen: startsocial Preis 2018 für Medizinische Flüchtlingshilfe Düsseldorf

By: startsocial, Redaktion

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 3. Juni 25 herausragende soziale Initiativen im Rahmen des 15. startsocial-Wettbewerbs im Bundeskanzleramt geehrt. Preisträger ist auch die Medizinische Flüchtlingshilfe Düsseldorf, Initiative von Medizinstudierenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Dr. Dieter Düsedau, Gründer von startsocial e.V., Bundeskanzlerin Angela Merkel, Schirmherrin von startsocial e.V., und Dr. Tobias Wachinger, Senior Partner bei McKinsey & Company, gemeinsam mit den startsocial-Preisträgern Long Chien Tang und Enid Zoe Graeber von Medizinische Flüchtlingshilfe Düsseldorf. Foto: startsocial e.V./Thomas Effinger

startsocial fördert ehrenamtliche soziale Initiativen seit 2001 mit einem bundesweiten Wettbewerb. 100 soziale Initiativen gewannen im Herbst 2018 ein Beratungsstipendium von startsocial. Gemeinsam mit erfahrenen Fach- und Führungskräften arbeiteten sie vier Monate an der Weiterentwicklung ihrer Organisationen, Projekte und Ideen. Die 25 überzeugendsten Initiativen wurden von der startsocial-Schirmherrin Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Preisverleihung ins Bundeskanzleramt eingeladen. Sieben von ihnen erhielten dort Geldpreise von jeweils 5.000 Euro für ihr vorbildliches Engagement.

undefinedMedizinische Flüchtlingshilfe Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen): Die Medizinische Flüchtlingshilfe Düsseldorf, eine Initiative von Medizinstudierenden, verbessert die medizinische Versorgung von Geflüchteten und vermittelt gleichzeitig Studierenden wesentliche Kompetenzen ihres Berufsfelds. Die Studierenden übernehmen eine Lotsenfunktion im Gesundheitswesen. Arztbesuche werden begleitet, um bürokratische Hindernisse und Sprachbarrieren zu überwinden. Außerdem wird das ärztliche Erstgespräch durch bilinguale Anamnesebögen in zahlreichen Sprachen vereinfacht und beschleunigt. In Kooperation mit der Diakonie Düsseldorf haben die Medizinstudierenden 2015 das Projekt installiert und unterstützen die medizinische Versorgung der in Düsseldorf ansässigen Flüchtlinge seitdem.

Die weiteren Preisträger:

Die Bundeskanzlerin überreichte ihren Sonderpreis an Elektriker ohne Grenzen e.V. aus Karlsruhe. Unter dem Motto "Entwicklung durch Energie" sind die Elektriker ohne Grenzen seit 2012 in den ärmsten Regionen der Welt im Einsatz. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und Handwerkern bauen sie vor Ort Stromversorgung mittels erneuerbarer Energien auf - und ermöglichen dadurch Zugang zu Bildung, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung. Der Know-How-Transfer und die Einbindung der Menschen vor Ort ist hierbei ein wesentlicher Schlüssel für eine nachhaltige Lösung der jeweiligen Probleme. Back on Track e.V. (Berlin): Back on Track unterstützt arabischsprachige Kinder und Jugendliche, die durch Krieg und Flucht teils über Jahre nicht zur Schule gehen konnten, durch gezielte Förderung. Unter Anleitung von muttersprachlichen Mentorinnen und Mentoren können sie zum Bildungsstand ihrer Altersgruppe aufschließen. Durch dieses Konzept werden sowohl geflüchtete Kinder und Jugendliche als auch geflüchtete Akademikerinnen und Akademiker, die sich in ihr neues gesellschaftliches Umfeld sinnvoll einbringen wollen, gefördert.

Menschenzauber e.V. (Magdeburg, Sachsen-Anhalt): Menschenzauber organisiert und realisiert Fotoshootings für Menschen in herausfordernden Lebenssituationen. Dabei erscheinen diejenigen im Rampenlicht, die oft eher am Rande der Gesellschaft stehen. Der Verein möchte dem Gefühl von Ausgrenzung und Andersbehandlung entgegenwirken und stattdessen bleibende schöne Erinnerungen schaffen.

Obstkäppchen e.V. (Hennef, Nordrhein-Westfalen): Obstkäppchen unterstützt von Altersarmut betroffene Seniorinnen und Senioren bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise und fördert generationsübergreifenden Dialog. Ehrenamtliche liefern den Senioren kostenlos Tüten mit gesunden und ausgewogenen Lebensmitteln. Im Rahmen dieser Besuche bauen die Ehrenamtlichen soziale Verbindungen auf und wirken so der Alterseinsamkeit entgegen.

Rent a Jew (Berlin): Rent a Jew ermöglicht Begegnungen und Dialoge zwischen Juden und Nichtjuden. Die Initiative vermittelt ehrenamtliche jüdische Referentinnen und Referenten an Bildungseinrichtungen wie Schulen, Vereine oder Kirchengemeinden, um durch persönlichen Austausch das oft abstrakte Bild von Juden aufzubrechen und ihnen ein Gesicht zu geben.

Zeltschule e.V. (München, Bayern): Zeltschule baut und betreibt Zeltschulen für syrische Flüchtlingskinder in Flüchtlingscamps im Libanon. Der Verein gibt den Kindern eine Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft und ihren Familien eine Perspektive jenseits der lebensgefährlichen und illegalen Reise nach Europa. Gleichzeit erfahren die mehr als 7.500 Kinder der 30 deutschen Partnerschulen, dass sie durch ihr Engagement Not lindern und etwas bewirken können.

Mit der heutigen Preisverleihung findet der 15. startsocial-Wettbewerb seinen feierlichen Abschluss.

Über startsocial e.V.: startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unter dem Motto "Hilfe für Helfer" vergibt startsocial jährlich 100 viermonatige Beratungsstipendien und 25 Auszeichnungen, darunter sieben Geldpreise, an herausragende soziale Initiativen. In jeder Wettbewerbsrunde bringen rund 500 Fach- und Führungskräfte als ehrenamtliche Coaches und Juroren ihr Know-how ein. Der Wettbewerb wird seit 2001 veranstaltet und ist damit Pionier in der Beratung ehrenamtlich getragener sozialer Initiativen in Deutschland. Hauptförderer sind die Unternehmen Allianz Deutschland AG, Deutsche Bank AG, Atos, ProSiebenSat.1 Media SE und McKinsey & Company.

Kontaktdaten für Presseanfragen
startsocial
Susanne Martensen
Telefon: 040 3070913-03
E-Mail: susanne.martensen(at)startsocial.de

HHU - Medizinische Flüchtlingshilfe
undefinedShaylin Shahinzad
Ressortleiterin der Öffentlichkeitsarbeit -- AStA der HHU
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