26.11.18 16:12

SFB „Master switches bei kardialer Ischämie“

Herz-Kreislauf-Sonderforschungsbereich geht in die zweite Förderperiode

Von: Redaktion, Susanne Dopheide

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den Sonderforschungsbereich 1116 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Master switches bei kardialer Ischämie“ an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) für eine zweite Förderperiode von vier Jahren.

Der Sonderforschungsbereich analysiert die Phase nach einem akuten Herzinfarkt durch experimentelle, präklinische und klinische Untersuchungen. Seit Jahrzehnten ist die Herz-Kreislaufforschung ein Schwerpunkt der Medizinischen Fakultät der HHU. "Es ist ein großartiger und verdienter Erfolg, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft dieses wichtige Forschungsprojekt weiter fördert", sagt der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Nikolaj Klöcker. Sprecher des SFB ist Professor Dr. Jens W. Fischer, Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie. Prof. Dr. Malte Kelm, Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie, ist stellvertretender Sprecher und die Geschäftsführung liegt bei Prof. Dr. Axel Gödecke, Institut für Herz- und Kreislaufforschung.

Das Ziel des SFB 1116 "Master switches bei kardialer Ischämie" ist die Identifizierung neuer therapeutischer Zielstrukturen, die essentiell für die akute oder subakute Antwort auf die kardiale Ischämie sind und die als "master switches" definiert werden. Sie können aus zentralen molekularen oder pathophysiologischen Zusammenhängen bestehen. Der SFB 1116 bezieht dabei bewusst systemische Kommunikation zwischen dem ischämischen Herzen und systemischen Antworten des Immunsystems, metabolischen Komorbiditäten (Übergewicht, Insulin-Resistenz, Typ 2 Diabetes Mellitus (T2DM) und Anämie) ein.

Der SFB 1116 gliedert sich in zwei konzeptionelle Teilbereiche. Der Teilbereich A "Intrazelluläre und Zelluläre Effektoren" widmet sich wichtigen Aspekten der pathophysiologischen Antwort im Herzen. Der Teilbereich B "Metabolische Effektoren und Systeminterferenzen" fokussiert sich auf die komplexen Wechselwirkungen zwischen Infarktheilung und kardialer Adaptation und systemischen Effektoren und Komorbiditäten.

Die Identifizierung neuer therapeutischer Zielstrukturen (master switches) und Behandlungsoptionen findet  in einem pathophysiologischen Kontext statt, der von Komorbiditäten und Systemkommunikation bestimmt wird. Die Untersuchung dieser master switches in der akuten und subakuten Phase nach kardialer Ischämie wird dazu beitragen, die individuellen Risiken nach dem akuten Myokardinfarkt besser abzuschätzen und ermöglichen, neue Therapieoptionen zu entwickeln, die den Infarkt als Systemerkrankung berücksichtigen und so letztlich die langfristige Perspektive von Patienten verbessern.

Beteiligt an dem neuen Sonderforschungsbereich sind zahlreiche weitere Einrichtungen der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Düsseldorf mit insgesamt 16 Teilprojekten und einem Graduiertenkolleg. Dazu gehören beide Leibniz Institute an der Heinrich-Heine-Universität - das Deutsche Diabetes Zentrum (DDZ, Prof. Dr. Michael Roden) und das Institut für Umweltmedizinische Forschung (IUF, Prof. Dr. Judith Haendeler) - sowie als weitere Hochschule die Universität Duisburg-Essen (Institut für Pathophysiologie, Prof. Dr. Gerd Heusch). Zusätzlich ist das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS, Dortmund, Prof. Dr. Albert Sickmann) beteiligt.

Kontakt: Prof. Dr. Jens. W. Fischer, Sprecher des SFB 1116, Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie, Tel.: 0211 / 81-12500

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